요한나 쇼펜하우어의 작품에 나타난 생태페미니즘적 상상력과 대안사회
분야
어문학 > 독문학
저자
사지원 ( Ji Won Sa )
발행기관
한국독일어문학회
간행물정보
독일어문학 2013년, 제62권 143~166페이지(총24페이지)
파일형식
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    영문초록
    Das Grundthema des Romans Gabriele von Johanna Schopenhauer ist die Entsagung Gabrieles durch Aufopferung und Leidensbereitschaft. Ihre Entsagung verlauft in drei Stufen und jedesmal bricht sie zusammen. Allerdings uberwindet sie die seelische Krise mit der aufopferungsvollen Hilfe einer “Ersatzfamilie”. Dafur ist Gabrieles verstorbene Mutter Projektionsfigur und ideelles Zentrum. Diese Ersatzfamilie erweitert sich mit dem Hinzukommen der beiden Herren von Lichtenfels und des ungarischen Grafen Hippolit sowie der beiden Schwestern Ida und Bella zu einer ‘geistigen Verwandschaft’, die aus verschiedenen sozialen Schichten besteht. Diese Gruppe entsteht aus reiner Zuneigung zueinander. Die Gruppenmitglieder geben, vermitteln und wecken Liebe. Dank ihrer Hilfe gelangt Gabriele zu Weltkenntnis, kunstgeschichtlicher Bildung und der Entwicklung der eigenen kunstlerischen Anlagen. Außer der geistigen Verwandtschaft ist auch die Natur ihr Kommunikationspartner. Beim Kommunizieren mit der Natur vergisst sie ihre Schmerzen und gewinnt inneren Frieden. So fungiert die Natur als Hypostase der Empathie. Fur den jungeren Ungarn Hippolit, der sich in Gabriele verliebt und durch sie eine neue Lebensart entdeckt, ubernimmt die Schweizer Natur diese Funktion. Bei der Betrachtung der schweizerischen Landschaft halt er sich fur einen Teil der Natur und fuhlt sich mit ihr im Einklang. Somit wird die Natur fur die beiden Hauptfiguren zum Kurort, wo sie Linderung fur ihre Schmerzen finden. Gabriele muss erkennen, dass sie sich nun doch in Hippolit verliebt hat. Nach dem Gestandnis ihrer Liebe zu ihm stirbt sie jedoch. Wie in anderen Werken unterminiert Schopenhauer auch in diesem Roman die zeitgenossische Ideologie entsagungs-und aufopferungsbereiter Weiblichkeit, indem sie eine Frauengestalt schafft, die das weibliche Gluck nur in der Zufriedenheit anderer sucht, um das selbstbewusste Verlangen nach eigener Gluckserfullung zu erganzen. Sie kreiert weibliche und mannliche Hauptfiguren, die den enggesteckten Rahmen der zeitgenossischen Geschlechtsrollenvorgaben sowie die Zwange der liebesfeindlichen Konvenienzehetradition uberschreiten und das Lesepublikum ermuntern, nonkoforme Handlungs- und Lebensweisen wenigstens in der Welt der Vorstellung in Betracht zu ziehen. Schopenhauer wunscht sich also, dass das Gefuhl beider Liebenden uber das Stadium der Knospe hinaus bis zur vollen Entfaltung erbluhen kann. Hierfur schafft Schopenhauer eine Gemeinschaft, in der sich die Menschen mit Liebe begegnen und die mehr in Bruderlichkeit und Solidaritat verwurzelt ist als in Blut. Denn die Zerstorung der Liebe bedeutet nicht nur die Zerstorung der Natur, sondern auch die der Menschlichkeit. Diese Gemeinschaft kann eine alternative Gesellschaft sein. In diesem Sinne kann die Weltanschauung Schopenhauers an den Okofeminismus angeknupft und ihr Roman aus der Perspektive des Okofeminismus betrachtet werden. Okofeministen sehen die Ursache der okologischen Krise und der Probleme der Industriegesellschaft als das Resultat der Unterdruckung und Ausbeutung der Frauen und der Natur in der von Mannern dominierten Gesellschaft an. Daher richtet sich ihr Streben danach, eine Gesellschaft zu erschaffen, in der die Menschen und die Natur friedlich zusammenleben. Der Roman Gabriele ist also ein Produkt, das aus der okofeministischen Weltanschauung der Fruhromantikerin Johanna Schopenhauer entstanden ist.
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