탈영토화/재영토화의 거대도시 공간 “2010년도 루르 문화수도” 연구
분야
어문학 > 독문학
저자
인성기 ( Seong Ki In )
발행기관
한국독일어문학회
간행물정보
독일어문학 2013년, 제62권 273~298페이지(총26페이지)
파일형식
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    Die Studie reflektiert anlasslich der Praktizierung des europaischen Kulturforderungsprogramms “Kulturhauptstadt” im Ruhrgebiet unter dem Slogan ‘Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel’ uber die Moglichkeit einer kulturpolitischen Raumproduktion. Ihren theoretischen Rahmen bilden die folgenden raumtheoretischen Diskurse: Karl Marx hat in seinem Grundriss der politischen Okonomie die These aufgestellt, dass der Raum der kapitalistischen Gesellschaft immer weiter im Lauf der Zeit vernichtet und durch die Zeit ersetzt werde, weil das Kapital seiner Natur nach jede raumliche Schranke uberschreite. Die These der besorglich klingenden Deterritorialsierung wird heutzutage von vielen reprasentativen marxistischen Soziologen mitgetragen, beispielsweise sowohl von Manuel Castells mit der These der unuberbruckbaren Entzweiung des “Raums des Ortes” und des "Raums des Flusses“, als auch von David Harvey mit der These der “Raum-Zeit Kompression”. Aus Sicht der marxistischen Soziologen ist dem traditionellen Raum ein unheilbarer Schaden zugefugt worden, der ihn immer abstrakter und fremder macht. So ist ihnen zufolge eine neue Rekonstitution des gegenwartigen Raums erforderlich, d.h. eine Reterritorialisierung. Gilles Deleuze und Felix Guattari beschreiben in ihrem Antioidipus den dominierenden Raum der Moderne, anders als die konservativen Marxisten, als einen phallisch geregelten Raum. Sie kritisieren die Pradominanz des monotonen Raums der Moderne als eine staatlich Geregelte. Sie vergleichen ihn mit einer unbewussten Neurose und wollen ihn durch den Gegenpol der gleichartig unbewussten Perversion, d.h. eine Schizophrenie flexibel und unstabil machen, d.h. deterritorialsieren. Der Ansatz des so positiv interpretierten Begriffs “Deterritorialsierung” ist in seiner Konzeption von Henri Lefebvre ubernommen, der den modernen “abstrakten Raum” fur ein Ergebnis unbewusster “raumlicher Praxis” halt und somit den “geometrisch-visuell-phallisch” Codierten kritisiert. Aus seiner Sicht ist der uns umgebende Lebensraum immer ein Kampfplatz zwischen dem Signifikant und dem Signifikat, dem Staat und dem Burger als kollektivem Subjekt, dessen Resultat seinerseits wieder auf unser Denken und Handeln einen großen Einfluss ausuben kann. Auch Edward Soja, der derartig kritische Grundgedanken fuhrt, sucht vermittelnd nach einer Adaptionsmoglichkeit der marxistischen Raumidee in den facettenreichen Umstanden der Postmodernen. Die aufgrund der Raumtheorien durchgefuhrte Analyse der kunstlerischen Veranstaltungen der “Ruhr 2010” zeigt, dass die Kulturpolitik im Ruhrgebiet eine wunschenswerte kulturelle Territorialsierung bewirkt hat, indem sich die Politik, die Wirtschaft, die Kunstler und nicht zuletzt die Burger als das kreative kollektive Subjekt nicht mehr antagonistisch gegenuber standen, wie in den kritischen Theorien von G. Deleuze, F. Guattari und H. Lefebvre, sondern zusammen miteinanderhelfend kooperiert hat. Die so hergestellte kompatible Struktur kann sowohl humangeografisch als auch erkenntnistheoretisch als ‘gesplitterte Konzentrierung’ bezeichnet werden, in der die regionalen Stadte mit den lokal kolorierten kunstlerischen Programmen sich selbst und mit den gemeinsam von allen Stadten durchgefuhrten sprachlichen und kunstlerischen Reprasentationspragrammen wie “A40 Die Schonheit der großen Straße” einer interlokalen Raumkonstitution des Ruhrgebiets bewusst geworden sind.
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